Digitalisieren

Das Digitalisieren analogen Materials ist trotz der Weiterentwicklung der Technik nicht einfacher geworden. Zwar leisten die Geräte und die dazugehörige Software optimale Ergebnisse, aber gerade die Entscheidung, das „optimale“ für den Zweck einer online-Präsentation wie in einer Topothek zu finden, ist komplex.

Ursprünglich hieß Digitalisieren ein möglichst identes Abbild der Vorlage zu erstellen. Heute heißt Digitalisieren eine möglichst optimierte Interpretation der Vorlage für einen bestimmten Verwendungszweck zu erstellen.

Dazu kommen die Überlegungen, wieweit ein Digitalisat bearbeitet werden soll und darf. Muss ein vergilbtes Foto von 1898 im Zustand von 2021, blass, mit einem Grauschleier gezeigt werden? Dieses Bild hatte ja ursprünglich perfekte Kontraste. Soll am Dia von 1960 die Wiese wirklich rosa präsentiert werden, obwohl das Dia nach der Entwicklung eine frische grüne Wiese zeigte? Wie sieht es mit Verschmutzungen am Film aus? Oder sollen unscharfe, verwackelte Fotos digital geschärft werden?

Hier gilt es, für jeden Anwendungsfall eine Festlegung zu treffen. Wir können nur im Sinne der Archive den Leitsatz empfehlen: Bearbeitung im Sinne des Originals. Das bedeutet, die Kontraste wieder zu verbessern, die rosa Wiese wieder grün zu machen. Aber auch, unscharfe Fotos unscharf zu lassen. Denn die bekannten Filter, mit denen Bilder bearbeitet werden können, verändern die Wiedergabe des Originals. Besonders bei Graustufenreduktionen und Schärfungsfiltern, „optimal“ für das Versenden mit dem Mobiltelefon, können wir von digitaler Zerstörung sprechen, denn die Doppelkonturen sind eben einfach nicht am originalen Foto vorhanden aber sie machen sich beim Einzoomen störend bemerkbar und werden, vielleicht schon in ein paar Jahren, einen Zeitstempel für die digitale Verarbeitung des Jahres 2021 geben. In der Zukunft wird man sich dann über die schlechte Digitalisierung ebenso ärgern, wie wir heute über rauschende Scans mit 72 dpi unzufrieden sind.

Filme und Videos digitalisieren

Optimal: MPEG4, H.264, Bildstabilisierung, vorsichtige Farbkorrektur

Sie schlummern auf unseren Dachböden, in unseren Kellern, Garagen und Kästen. Verpackt in Kartons, Schachteln oder Plastiksackerln warten sie darauf, nach vielen Jahren oder gar Jahrzehnten wieder das Licht eines Projektors oder Scanners zu erblicken. Es sind die Schätze unserer Vergangenheit, unserer Familiengeschichte und manchmal sogar der Weltgeschichte: Es sind unsere Filme.

Wie auch die Topothek hat sich visualhistory.tv in Wien zur Aufgabe gemacht, diese Filmschätze zu retten, wieder sichtbar zu machen und damit unsere Erinnerungen zu bewahren. Unter Anwendung modernster Technik und Programme nutzt das Team von visualhistory mehr als 20 Jahre Erfahrung, um analoge Filme in digitale Medien zu transformieren.

Größte Sorgfalt und höchste Qualitätsansprüche sind für visualhistory selbstverständlich. Neben Aufträgen für Privatkunden werden auch für Fernsehstationen, Archive, Museen, Ausstellungen und Filmemacher historische Laufbilder restauriert und digitalisiert.

Digitalisiert werden die Formate Super 8, Normal 8, 9,5 mm sowie 16 mm ebenso wie Videokassetten. Die digitalen Dateien bekommen Kunden auf USB-Stick, Festplatte und/oder per WeTransfer-Link.

Auf der Webseite findet man unter folgendem Link alle Details und Konditionen: https://visualhistory.tv/filmdigitalisierung/

Gleichzeitig wurde über die Jahrzehnte ein tausende Rollen umfassendes Archiv von Privatfilmen aufgebaut. Auch diese Schätze und Erinnerungen wollen natürlich bewahrt werden. Daher arbeitet visualhistory das Archiv sukzessive auf, digitalisiert und veröffentlicht die interessantesten Filme im visualhistory.tv YouTube-Kanal:

https://www.youtube.com/channel/UCs4xjZ7Pe4srrTC9pAliOCA

Dieses Sichtbarmachen, Teilen und digitale Verankern der Filme verbindet die Missionen und Plattformen von Topothek und visualhistory.tv. Sowohl die wachsenden Topotheken in ganz Europa als auch visualhistory.tv wollen eine gemeinsame Richtung der professionellen Visualisierung einschlagen, die geschichtlich affinen Menschen unkompliziert zugutekommen soll. Wer an regionaler, nationaler und internationaler Geschichte interessiert ist, soll und wird fündig werden.

Fotos digitalisieren

Optimal: rgb, Aufsichtsvorlagen ab 800 dpi, Durchsichtsvorlagen ab 1,200 dpi. Dateiformat tiff oder jpg. Auch Graustufenbilder in rgb definieren, damit sie von den Browsern originalgetreu interpretiert werden können.

Beim Scannen sämtliche „Optimierungs“-Filter ausschalten. Scanner, bei denen automatische Schärfung und Grauwertreduktion nicht ausgeschaltet werden können, sind für die Digitalisierung unseres kulturellen Erbes ungeeignet.

Beispiel für uns nicht geeignet: HP LaserJet 120. 

Beispiel brauchbar: Epson V 600