Ob Architekturgeschichte, Ortsgeschichte oder Kirchengeschichte: in der umfassenden Topothek der Evangelischen Kirche Österreichs sind für viele Fachbereiche Schätze verborgen. Hier die Christus-Kirche in Völkermarkt © Presseamt der EKiÖ

A: Evangelische Kirche: Über 25.000 Einträge erreicht

Topotheken müssen nicht Gemeindesache sein. Auch Institutionen, Unternehmen oder Privatpersonen können Topotheken betreiben. So hat soeben die seit 2020 bestehende Topothek der Evangelischen Kirche Österreichs einen numerischen Meilenstein erreicht: Über 25.000 Digitalisate können dank mustergültiger Beschlagwortung einfach durchsucht werden. Diese umfangreiche Online-Sammlung enthält Bilder und Dokumente aus den Archiven der Pfarrgemeinden, der Superintendentenzen, des Oberkirchenrats, des Presseamts sowie aus Beständen von Privatpersonen, die die Vergangenheit der Evangelischen Kirche Österreichs nachzeichnen. Die Topothek ermöglicht, die über Österreich verstreuten Dokumente für die Suche digital zusammenzuführen. Zu finden sind der kirchliche Gebäude- und Inventarbestand sowie evangelisches Leben: die Pfarrerschaft, Kircheneinweihungen und Gemeinde- und Amtsführungen, Konfirmationen und viele Fotografien, die die Freizeitaktivitäten rund um die Kirche dokumentieren. Und das aus ganz Österreich.

Ein praktisches Beispiel: die Eingabe des Suchbegriffs Altar liefert ihnen einen Überblick über alle Altarformen – derzeit in 775 Bildern!

Eine umfangreiche, aber klare Struktur der Themenlisten gibt die Anregungen, nach welchen Sachgruppen in dieser Topothek erfolgreich gesucht werden kann. So sind es die Bundesländer, Anlässe, Gebäude und Objekte und vor allem die alphabetisch geordneten Persönlichkeiten, die man in den Themenlisten (Ein Klick auf das Wort „Themen“ links neben dem Suchfeld öffnet diese) auffinden kann.

Archivar Johannes Leitner, der diese stringent bearbeitete Topothek aufgebaut hat und betreut, sieht den Sinn der Topothek „nicht nur darin, dass sich die Leute an alten und schönen Bildern erfreuen, auch nicht nur in der bloßen Zurverfügungstellung historischer Informationen, sondern vielmehr will sie dabei helfen, evangelische und christliche, lokale und gesamtösterreichische Identität stärken. Denn Identität entsteht ja nicht aus dem Nichts, sondern baut auf dem Gewachsenen auf.“ Johannes Leitner ist bestrebt, die Dichte der Dokumentation mit weitern Originalquellen anzureichern: „Wir freuen uns stets über Beiträge von Nutzern – sei es in der Benennung von Personen, Orten und Anlässen oder sei es, dass sie uns Bilder aus ihren Beständen digital zur Verfügung stellen“.

Für alle heimatkundlich Interessierten ist ein Blick in die Topothek der Evangelischen Kirche Österreichs ekioe.topothek.at empfohlen, denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie hier Bilder ihres Heimatortes entdecken, die sie bisher noch nicht kannten. Dazu brauchen Sie nur Ihren Heimatort – Beispiel Amstetten – als Suchbegriff einzugeben.