Gals (frz. Chules) ist eine Gemeinde im Verwaltungskreis Seeland, Kanton Bern. Zwischen Bieler- und Neuenburgersee gelegen, ist sie die westlichste Gemeinde des Kantons Bern. Der Zihlkanal bildet zugleich die Kantonsgrenze zu Neuenburg.
Die Gegend ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. Im Mittelalter erlangte die Abtei St. Johannsen die Grundherrschaft über Gals. Erst 1551 wurden die Dorfbewohner aus der Leibeigenschaft entlassen. 1803 wurde Gals in den Bezirk Erlach eingegliedert. Mehrere verheerende Brände – besonders 1852 und 1869 – zerstörten große Teile des Dorfes. Der heutige Ortskern entstand großteils danach und ist im ISOS (Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz) verzeichnet.
Bemerkenswert sind das Schloss Zihlbrücke (13. Jh.), eine historische Gruppe von vier Schulhäusern sowie eine ehemalige „Indiennerie“ – ein Betrieb zur Herstellung bedruckter Baumwollstoffe (1732–1765). Spannend auch die gesammelten Fotos und Dokumente zu den Phasen der Juragewässerkorrektionen (1868-1885 und 1962-1973), die den Bauh des Zihlkanals veranschaulichen.