Streit um Stadtmauer

Topothek liefert Beweis: Streit um Stadtmauer beendet

Die schnelle Auffindbarkeit von Bildinhalten, auch wenn sie nur Details sind, hat in Wiener Neustadt in einem brisanten Streit zwischen den Fraktionen zu einer objektiv begründeten Lösung führen können. Wie schon mehrmals die NÖN berichtete, wurde bei Umbauarbeiten im Bereich der alten Stadtbefestigung ein Teil der Stadtmauer entfernt.  „Zu unrecht“, sagten die einen, denn man dürfe nicht ein denkmalgeschütztes Bauwerk abbrechen; „Zu recht“, sagten die anderen, denn das Stück wäre aus minderwertigem Bauschutt aufgeführt gewesen. Topothekar Manfred Lechner fand schnell ein Foto in der Topothek, auf dem das in Diskussion stehende Stück der Mauer im Jahr 1946 zu sehen ist. Darauf lässt sich genau der nun entfernte Bereich erkennen: er war tatsächlich durch einen Bombentreffer zerstört worden und wurde in den Nachkriegjahren wieder hergestellt und ist damit nicht in dem selben Sinne als historisch zu  betrachten, wie die restliche, originale Stadtmauer. Freilich, wie mit Ensemble und Ortsbild umgegangen werden wird, kann die Topothek nicht klären. Aber immerhin: eine Suche mit dem Suchkreis auf der Landkarte kann zu einem schnellen Beweis mit historischen Belegen führen: http://wiener-neustadt.topothek.at/#doc=273966