Die bislang nördlichste Topothek: Sápmi

Topothek im hohen Norden: Drei Samische Sprachen

Eine für die Topothek neue Zielsetzung verfolgt die soeben frei geschaltete Sápmi-Topothek: Sie dient als Treffpunkt für jene, die eine immer weniger genutzte Sprache lebendig halten möchten. Nach einem „Bring Your Historiy Day“ am 26. September in Inari, das rund 1.000 km nördlich von Heslinki liegt, wurde das erste Material in der sapmi.topoteekki.fi von Topothekar Juha Heinonen und mit der Unterstützung von Tomi Ahornata im Rahmen des EU-Projekts “co:op“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die neue Topothek widmet sich dem Land der Samen, die die nördlichen Bereiche von Finnland, Schweden, Norwegen und der Kola-Halbinsel bewohnen. In Finnland leben rund 10.000 Personen, die eine der drei sämischen Sprachformen, nämlich Nordsamisch, Inarisamisch oder Skoltsamisch sprechen. Die Samische Sprache an sich ist, obwohl sie seit 1992 als Amtssprache anerkannt ist, vom Verschwinden bedroht und es gibt Versuche, sie wieder zu beleben. Einer davon ist die neu eingerichtete Sami-Topothek, die bereits in allen drei Sami-Sprachen zur Verfügung steht.

Bild: Martti Linkola’s Lapland collection. Sámi Archives, Inari. CC BY-NC