Neapel: ICARUS-Tagung + Topothek

Das ICARUS-Meeting in Neapel stand heuer ganz im Zeichen der Citizen Scientists: Verschiedene Projekte, die der Quellensicherung und -erschließung dienen, wurden vorgestellt und diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit wurde den sogenannten „Time Machines“ gewidmet, die der Verarbeitung großer historischer Datenmengen und deren Visualisierung dienen. Als Keynote Speaker konnte Fréderic Kaplan begrüßt werden, der Leiter des Digital Humanities Laboratory in Lausanne und Initiator des internationalen Leitprojekts „Venice Time Machine“, der über den aktuellen Entwicklungsstand dieser „Zeitmaschine“ berichtete. Anders als das historische 3D-Modell Venedigs durch eine Vielzahl von Daten den Einstieg in eine neue Plastizität der Vergangenheit erlaubt, zeigte das Projekt XARXES http://www.cvc.uab.es/outreach/?p=291 aus Barcelona, dass man mit den neuen Techniken auch einen tiefen genealogischen Einblick in die Vergangenheit erzielen kann. Mit Volltextsuche durch Matriken und Urkunden, und das mit sehr hoher Erkennungsgenauigkeit der Handschriftten, werde die Quellen zu Lebensdaten mit Mausklick auffindbar gemacht.

Da das europaweite Projekt co:op dieses Jahr endet, war die Darstellung der darin erzielten Ergebnisse auch das Thema des Treffens. Die Topothek spielt dabei eine wesentliche Rolle, wird sie ja in den Teilnehmerländern weiter ausgeweitet werden.

Die internationalen Topotheken auf der Bühne
Präsentation der internationalen Topotheken

 

Time Machine aus Barcelona
Erinnerung oder Geschichte?

 

Universität Federico II

 

Die TopothekarInnen aus Kroatien und der Slowakei

 

Im Universitätsarchiv

 

10 Jahre ICARUS
© CC BY: Birgit Kibal, Alexander Schatek